Mit diesen Tipps machst du ab heute natürlich schöne Fotos

Aktualisiert: Feb 19


Fotografieren lernt man nicht in einem Tag. Es ist ein Prozess und herantasten - Ja ein eintauchen in eine ganz andere Welt. Fehler machen ist erlaubt. Nicht zu vermeiden. Das falsche Equipment kaufen? Ja auch das gehört leider dazu. Du möchtest erstmals austesten, ob die Fotografie dich wirklich begeistert und nicht gleich tief ins Portemonai greifen? Dieser Blog ist an alle Anfänger und unentschlossene gerichtet. Vor 10 Jahren gehörte ich auch noch in diese Gruppe und finde es nun mehr als Richtig, dir meine Erfahrungen zu berichten damit du nicht die gleichen Fehler machst wie ich ;-)

You’re Welcome!


Das Fotoequipment: Was für eine Kamera soll ich kaufen:


Ich werde oft gefragt, mit was für einer Kamera ich fotografiere. Das ist jedoch die falsche Frage. Es gibt mittlerweile sooo viele gute Kameras und ich möchte nicht sagen, dass meine die Beste ist. Auch wenn ich das natürlich so empfinde…. Ja meine Nikon D850 ist mein Baby. Ich liebe sie. Aber noch wichtiger ist das Objektiv. Denn ich finde, eine gute Kamera ist nicht viel Wert ohne ein richtig gutes Objektiv. Und voila, schon sind wir im kostspieligen Teil angekommen. Also nochmals zurück zum Anfang.

Es ist jetzt etwa 10 Jahre her… Ich wollte mir eine Spiegelreflex-Kamera kaufen. Mit meinem sehr kleinen Lehrlingslohn. Ich hatte etwas gespart und so ging ich in den Mediamarkt und kaufte mir ein Kamera-Kit Nikon D90 (ich habe sie immer noch als Erinnerung, ich konnte sie einfach nie wegwerfen) für ein paar hundert Franken. Es gab die Spiegelreflexkamera und ein 18-105mm mit einer Blende f 3.5. Also ein günstiges 0815 Standard-Kit. Ich habe nicht viel bezahlt und die Kamera mehrere Jahre überall hin mitgenommen. Wenn du ganz am Anfang stehst: Ja, warum nicht.

Aber dennoch, die richtig guten Fotos wirst du damit nie machen können. Ich empfehle dir deshalb lieber eine Kamera zu mieten oder bei einem Freund auszuleihen für eine Woche und wenn du merkst, dass es dir richtig Spass macht, von Anfang an etwas mehr Geld in die Ausrüstung zu investieren. Vielleicht hast du bereits eine Kamera und fragst dich, wie du damit gute Bilder machen kannst. Das erfährst du weiter unten.


Was bedeutet eine gute Kamera-Ausrüstung?


Hier gehen die Meinungen bestimmt auseinander. Wie schon erwähnt, finde ich das Objektiv das A und O. Kaufe dir eins mit einer tiefen Blendenzahl. Also ab f1.8 (dazu später mehr) Es gibt tolle Festbrennweiten ab ca CHF 140.-

Meine erste Festbrennweite war: Nikon Objektiv 50mm, f/1.8

Wenn du eine Kamera kaufts die hohe ISO Werte hat, kannst du auch bei schlechtem Licht schöne Fotos machen.

Ich rate ab von den langweiligen Zoom-Objektiven ab einer Blende von f.3.5. Diese landen schnell in der Schublade.


Die Kameraeinstellungen verstehen - First Steps


Vergiss den automatischen Modus. Sei Mutig und starte von Anfang an mit dem manuellen Modus. Damit die Fotos gut werden, musst du natürlich ein paar Dinge wissen.


Die Verschlusszeit:

Damit die Fotos schön Scharf und nicht verschwommen sind, musst du die richtige Verschlusszeit wählen. Wenn du kein Stativ verwendest (was wohl fast immer der Fall sein wird) gehe nicht unter 1/160 sek.

Bewegte Fotos wie zb spielende Kinder, fahrende Autos etc. brauchen eine längere Verschlusszeit ab 1/350. Je nachdem, wie schnell sich dein Objekt bewegt. Teste einfach aus und schraube die Zeit soweit hoch, bis das Foto nicht mehr verwackelt ist.


Die Blende:

Die Blende gibt an, wieviel Licht du in deine Linse / Kamera lässt. Stell sie dir wie ein Vorhang vor. Wenn du ihn schliesst, wird es dunkel im Zimmer. Je mehr du ihn öffnest, desto heller wird es. Die Blende wird mit (f) angegeben und kann je nach Objektiv bereits bei f 1.4 beginnen. Oder eben auch erst bei f 4 usw. Je tiefer die Blendenzahl, desto heller wird das Bild. Wichtig zu wissen ist auch, dass tiefe Blendenzahlen auch eine starke Unschärfe im Bild erzeugen. Das kann richtig viel Spass machen und genauso eine Herausforderung sein.


Bild 1: Blende 4 (f4.5) - ISO 3200 - Verschlusszeit: 1/200

Das Bild ist durch die hohe ISO bereits etwas körnig. Der Hintergrund ist nur leicht verschwommen was das ganze etwas flach und langweilig aussehen lässt.


Bild 2: Blende 2 (f2) - ISO 640 - Verschlusszeit: 1/200

Durch die tiefe Blendenzahl von 2 wird der Hintergrund unscharf. Der Blick des Betrachters gehört der Person. Zudem können wir hier die ISO stark runterdrehen. Die Körnung ist somit weg. Beim fotografieren wurde der Fokus auf die Augen gesetzt.


Weiteres Beispiel:


Kameraeinstellung: Blende f 5 - ISO 200 - Verschlusszeit 1/350 - 28mm Nikon

Kameraeinstellung: Blende f 2.2 - ISO 200 - Verschlusszeit 1/1250 - 28mm Nikon

Achtung: Auch wenn die Tiefenunschärfe unglaublich cool aussehen kann, ist genau dieser Punkt auch eine Übungssache. Wenn du mit f2.8 und tiefer fotografierst, wirst du am Anfang sehr viele unscharfe Bilder haben. Einfach deshalb, weil der Fokus falsch gesetzt war. Hier heisst es wirklich: üben, üben, üben.


ISO: Und es ist kein Zufall, dass die ISO am Schluss erwähnt wird. Die ISO-Zahl erhöhst du erst, wenn es aufgrund der schlechten Lichtbedingungen nicht anders geht. Denn: Je. höher die ISO desto mehr Bildrauschen hast du (wie im Beispielfoto). Die körnige Struktur kann ein Stilelement sein. In den meisten Fällen willst du das aber nicht und fotografierst mit max. 500 - 1000 ISO.


Wenn ich eine Hochzeitsreportage fotografiere und es in der Kirche sehr dunkel ist, kann ich mit meiner Profikamera schon mal auf 6000 ISO gehen ohne dass es das Bild ruiniert.


Nun kann es losgehen. Nur durch lesen lernst du nämlich nichts. Schaue auf deiner Kamera, wo die Blende, Verschlusszeit, ISO einstellen kannst und beginne mit Indoor und Outdoorfotos. Habe keine grossen Erwartungen sondern knipse drauf los und freue dich über die kleinen Erfolge.


Und nicht vergessen: in der Fotografie hat man nie ausgelehrnt. Und der Fortschritt wirst du immer erst ein paar Monate später bemerken, wenn du wieder einmal alte Fotos anschaust.


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© sarah rohrer fotografie

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